Foto : Henning Rogge ; Deichtorhallen Hamburg

Wir freuen uns über unseren heutigen Gastbeitrag von Knut Gielen – Fotograf und Dozent aus Leidenschaft, wie er selbst sagt – aus Hamburg, der im letzten Jahr seit langer Zeit ‘mal wieder einen analogen S/W workshop organisiert hat:

Warum verbringt man ein sonniges Wochenende im Keller des Hauses der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen?

In meinem Fall um den Workshop Analoge Schwarzweiß-Fotografie zu leiten. Ich bin gespannt, wer da kommt. Und warum.

Nachdem wir die enge Wendeltreppe hinunter gestiegen und im Fotolabor angekommen sind, frage ich die fünf Teilnehmer als erstes nach ihrer Motivation. Natalie will die Sache einfach mal ausprobieren, Bene ist normalerweise digital unterwegs und möchte verstehen, wie der Film-Look zustande kommt. Alexander, Dirk und Dieter fotografieren schon analog, haben aber noch nie im Labor gestanden und selbst entwickelt und vergrößert.
Um alle auf den gleichen Wissensstand zu bringen, machen wir einen kurzen theoretischen Ausflug zur Kameratechnik, Belichtungsmessung und zur Wirkung von Farbfiltern bei der Aufnahme.

Nach der Praxisübung in der Hafen City auf dem Filmklassiker Kodak TriX, beginnt für die Teilnehmer der spannendste Teil des Tages: Einspulen im Dunkelsack, Ansetzen von Chemie, Ausrechnen von Entwicklungszeiten und die Erkenntnis, das man jetzt ja richtig was versauen kann…

Nervös schwenken die Fünf abwechselnd die Entwicklungsdose mit den eben belichteten Filmen und behalten gespannt die Laboruhr im Auge. Dann der erlösende Blick auf die noch nassen Filme: ist alles was geworden. Erleichtert hängen wir die Filme über Nacht zum Trocknen ins Labor.

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Am zweiten Tag des Workshops machen wir Kontaktabzüge und üben uns im Printen der besten Motive. Alle Teilnehmer haben sichtlich Spaß am Hantieren mit dem Vergrößerer und dem Entwickeln der Fotos in offenen Schalen. Wenn nur der Staub nicht wäre!

Obwohl die Zeit im roten Schimmer der Laborbeleuchtung irgendwie schneller zu vergehen scheint, halten am Ende alle stolz ihre besten Fotos in der Hand und sind nicht traurig darüber, dass sie einen herrlichen Sommertag verpasst haben. “
Gearbeitet hat die Gruppe u.a. mit Tetenal Paranol S, Ultrafin, Eukobrom, sowie Superfix geruchlos und Indicet. Geprintet wurde auf Tetenal work S/W Papier.

Wir freuen uns mit Knut Gielen über dieses tolle Ergebnis und sind beeindruckt von den Ergebnissen :

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Foto : Benedikt Brecht ( Workshop-Teilnehmer) ; Blick vom Haus der Photographie in Richtung Elbe

Wie Knut Gielen uns berichtet, wird er auch in diesem Jahr weitere workshops anbieten . Interessenten können ihn per email erreichen.

Herzlichen Dank an Knut Gielen und natürlich alle Teilnehmer & weiter so !