Heute möchten wir Ihnen aus der Welt der Lochkamera ein ganz besonderes Künstlerteam vorstellen: OBSCUREWELTEN, die sich mit der Urform der Fotografie und mit experimentellen Lichtbildprozessen beschäftigen. Im Mittelpunkt steht die Idee, Eindrücke fotochemisch auf Negativmaterial festzuhalten und den Motiven neue Bedeutung zu verleihen. Auf Fototouren belichten die Künstler mit selbstkonstruierten Kameras lichtempfindliches Bildmaterial auf sehr elementare Art. Die unverwechselbare und unkonventionelle Abbildungscharakteristik der OBSCUREWELTEN entsteht jedoch nicht nur durch den Aufnahmestil mit verschiedenen Lochkameras, sondern auch durch den Prozess der Bildentwicklung im Fotolabor.

Wanja Hohmeier und sein Team  lernten wir vor 2 Jahren kennen und waren sofort beeindruckt, mit wieviel Kreativität und Begeisterung sie “mit Licht Geschichten erzählen”.

Rupert Kraft, Franka Schimankowitz und Wanja Hofmeier (von links )

Bevor wir Sie nun mit der Historie, Technik usw. der Camera Obscura womöglich langweilen, haben wir Wanja gebeten, uns seine Arbeiten aus seiner Sicht zu beschreiben – das kann er sowieso viel besser, als wir:

“OBSCUREWELTEN lebt von der Faszination, Fotografien entstehen zu lassen, die sich aus elementaren Mitteln, Chemie und optischen Abbildungs-Phänomenen ergeben. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den fotochemischen Prozess als Machart der Bildentstehung zu stärken und auf die rudimentäre Urform der fotografischen Technik aufmerksam zu machen. Anfang 2016 konnten wir Tetenal von unserem Projekt begeistern und als Unterstützer für unsere Fotoinitiative gewinnen. Ungesehene Blickwinkel zu entdecken und die Camera-Obscura-Fotografie neu erlebbar zu machen, indem Orte erarbeitet und festgehalten werden, gehört konzeptionell zu den wichtigsten Vorhaben von OBSCUREWELTEN. Durch die Zusammenarbeit mit Tetenal können wir die  Urform der Fotografie noch gezielter einsetzen und stellenweise auch weiterentwickeln wie bei der Erarbeitung von raumentgrenzter, sphärischer Fotografie.”

Bei diesen Arbeiten entstand u.a. auch das Projekt “Little Planet”, das mit einer selbstgebauten 360°-Camera-Obscura aus mehreren analogen Aufnahmen auf Tetenal work s/w Papier geprintet und anschließend digital kreiert wurde.

Fischauktionshalle in Hamburg

St. Peter Ording

360 ° Sternbrücke; Magdeburg

Wer mehr dazu erfahren möchte, kann Wanja und sein Team  natürlich gern direkt ansprechen.

Wir möchten uns herzlich bei allen Mitwirkenden von OBSCUREWELTEN bedanken und freuen uns auf weitere, gemeinsame Projekte!